Aktuelles:

Fischpass Gambsheim
»Hier geht es zu den Zahlen der aufgestiegenen Fische im Fischpass Gambsheim...(pdf-Datei)
»Hier geht es zum Vergleich der Aufstiegszahlen in den Fischpässen Gambsheim und Iffezheim...(pdf-Datei)
»Hier geht es zum Besucherzentrum im Fischpass Gambsheim...
Deutsch-Französische Zusammenarbeit
Der Bau der Wasserkraftanlage von Gambsheim (1974) ist, wie die in Iffezheim auch, der deutsch-französischen Zusammenarbeit zu verdanken. CERGA, eine Tochtergesellschaft von EDF und EnBW, betreibt unter Mitwirkung von EDF-Personal das Kraftwerk und das Wehr. Der erzeugte Strom wird zwischen beiden Gesellschaften aufgeteilt. Die Schleuse wird vom französischen Schifffahrtsamt betrieben.&nb
Lachs 2020
Die internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) hat in ihrem Programm „Lachs 2020" Vorschläge formuliert, wie das Ökosystem des Rheins verbessert werden kann, sodass die großen Wanderfische, insbesondere der Lachs, zurückkehren können.
Der Fischpass beim Kraftwerk Gambsheim trägt wie schon der in Iffezheim zu diesem Ziel bei.
Der Fischpass
Mit Hilfe der insgesamt 290 m langen Fischtreppe können die Fische die 10,0 m Höhenunterschied zwischen Ober- und Unterwasser überwinden. Bei der Fischtreppe handelt es sich um eine offene Betonrinne mit einer Neigung von weniger als 4° (1,0 m Anstieg auf 15 m). Der oberhalb des integrierten Kleinkraftwerkes gelegene Abschnitt besteht aus einer 200 m langen Kaskade aus 39 Becken, die miteinander durch vertikale Schlitze verbunden sind. Unterhalb des Kleinkraftwerkes gelangen die Fische über drei verschiedene Eingänge in den Fischpass. Die Einstiege 1 und 2 befinden sich in einem Bereich mit starker Strömung. Diese Strömung wird durch den Kraftwerksauslauf erzeugt und zieht Wanderfische wie Lachse, Meerforellen und Maifische an. Der dritte Einstieg ist in einem Bereich mit geringer Strömung angeordnet und dient somit zum Aufstieg lokaler Fischarten und Makrozoobenthos (Kleinstlebewesen).
Unterstrom des Kraftwerkes sind je Strang 11 Becken angeordnet. Jedes Becken hat eine Fläche von ca. 13 qm und eine Wassertiefe von 1,65 m. Der Boden ist mit einer Steinschüttung bedeckt, welche die Besiedlung durch Makrozoobenthos begünstigt. Die Schlitzbreite beträgt 45 cm. Der Beckendurchfluss liegt bei 1,2 m³/s.
Das integrierte Kleinkraftwerk nutzt das Wasser für die Leitströmung des Fischpasses. Es besteht aus zwei vertikalen Kaplanturbinen mit einer Gesamtleistung von 1100 KW. Die zusätzliche Stromerzeugung durch das Kleinkraftwerk liegt bei 3 Mio. KWh pro Jahr.Zum Vergleich: die bestehende Wasserkraftanlage produziert 650 Mio. KWh/Jahr.
Neben Kleinkraftwerk und Fischtreppe besteht am Fischpass Gambsheim ein Besucherzentrum mit drei Beobachtungsfenstern, welche jeweils 3,00 m lang und 1,80 m hoch sind.
Die Finanzpartner
32,5 %: Bundesrepublik Deutschland
davon 70 %: Bundesministerium für Verkehr
und 30 %: Land Baden-Württemberg
32,5 %: Republik Frankreich
davon 80 %: VNF – Französisches Schifffahrtsamt
und 20 %: Umweltministerium
35 %: CERGA (Wasserkraftwerk Gambsheim)