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Offener Brief zur Fusion - 1 Verband 2011
LFV Baden und VFG beschweren sich über Verzögerungen der Fusionsverhandlungen
Offener Brief an den
Badischen Sportfischerverband e.V.
und den Landesfischereiverband Südwürttemberg-Hohenzollern e.V.
Datum: 25.06.10
Ein Verband 2011 – weiteres Vorgehen?
Sehr geehrter Herr Präsident Arnold, sehr geehrter Herr Präsident Wahl,
im Nachgang zur letzten Projektsitzung am 11.6. haben sich der Landesfischereiverband Baden e.V. (LFV Baden) und der Verband für Fischerei und Gewässerschutz in Baden-Württemberg e.V. (VFG) nochmals zum weiteren Vorgehen verständigt. Anlass war die große Verärgerung über das aus unserer Sicht wiederholt unbefriedigende Sitzungs¬ergebnis.
Zwischenzeitlich haben über einen Zeitraum von acht Monaten insgesamt fünf Projekt- und zwei Präsidentensitzungen zum Fusionsprojekt stattgefunden. Trotzdem können keine positiven Entwicklungen festgestellt werden. Vielmehr wird immer wieder Ihrerseits das mit allen Beteiligten einvernehmlich abgestimmte Vorgehen und der Zeitlauf in Frage gestellt. Inhaltliche Diskussionen können nicht zum Schluss gebracht werden, da trotz Tischvorlagen und Protokolle bereits getroffene Vereinbarungen erneut in Frage gestellt werden. Zuständigkeiten und Arbeitsabläufe werden nicht wahrgenommen.
Unsere Präsidiumsvertreter in der Projektgruppe sind es jetzt leid, sich ständig mit Verzögerungen und Einwendungen auseinandersetzen zu müssen.
Die Präsidien des LFV Baden und des VFG haben den klaren Mitgliederauftrag, eine Fusion herbeizuführen und die dafür notwendigen Arbeiten zu erledigen. Wir betrachten die Projektgruppe als dafür zuständige Arbeitsebene, die verantwortlich und zeitnah eine Beschlussvorlage für die Mitgliederversammlungen erstellt.
Hinsichtlich des Verschmelzungsvertrages und der neuen Satzung haben wir Ihnen bereits zahlreiche Zugeständnisse gemacht.
LFV Baden und VFG werden aber am Projektzeitplan festhalten: Die Fusion in 2011.
Den nächsten Sitzungstermin der Projektgruppe am 16. Juli sagen wir hiermit ab, da nicht erkennbar ist, dass bis dahin notwendige Arbeiten und interne Absprachen Ihrerseits erledigt werden können.
Als weiteres Entgegenkommen schlagen wir eine Verschiebung um vierzehn Tage auf den 29.7. vor.
Um der Fusion den größtmöglichen Erfolg und die Teilhabe aller Regionalverbände zu sichern, sprechen wir uns im Weiteren dafür aus, den Verschmelzungsstichtag auf das 2. Quartal 2011 zu verschieben. Entsprechend können die üblichen Jahresabschlussbilanzen verwendet werden und es sind keine außerordentlichen Mitgliederversammlungen in 2010 notwendig. Die zur Fusion notwendigen Mitgliederbeschlüsse können auf den regulären Mitgliederversammlungen im 1. Quartal 2011 gefasst werden.
Zum Verschmelzungsvertrag § 18 Mitgliederbeiträge: Die Überleitungsregelung, dass für vier Jahre die jeweiligen Verbandsbeitragsregelungen der Regional-verbände fortgeführt werden, können wir so nicht aufrecht halten. Wir sehen aufgrund der gebotenen Mitgliedergleichbehandlung die Notwendigkeit, bereits nach zwei Jahren einen einheitlichen Verbandsbeitrag einzuführen. Dieser ist in der Höhe von den dann notwendigen Verbandsausgaben abhängig.
Es gibt keine objektiven Gründe gegen einen gemeinsamen Landesfischereiverband in Baden-Württemberg. Die bisherige Konstruktion mit Dachverband und Regionalverbänden ist aus unserer Sicht nicht mehr tragfähig. Wir befinden uns in einer zirkulären Dauerdebatte von Struktur, Ressourcen und Leitbild, welche wir hiermit beenden.
Ziel des Fusionsprojektes ist es, die Verbandsarbeit für Ehrenamtliche und Hauptamtliche einfacher zu machen, damit mehr Zeit für das Wesentliche bleibt und damit das Wesentliche erkennbar wird!
Mit freundlichen Grüßen
Georg Riegger – Präsident Landesfischereiverband Baden e.V.
Wolfgang Reuther – Präsident Verband für Fischerei und Gewässerschutz in Baden-Württemberg e.V.