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Regierungspräsident Würtenberger: "Der Kormoran muss bejagt werden"
Regierungspräsident Würtenberger besuchte Berufsfischer und einen Fischzuchtbetrieb
Bei einem Besuch des Freiburger Regierungspräsidenten Julian Würtenberger am 29. April 2010 beim Landesfischereiverband und einem Fischzuchtbetrieb zeigte er wieder einmal die Nähe zur Landwirtschaft.
Auf einer Bootsfahrt mit einem Berufsfischer durch die Rheinaue konnte er die fast leeren Reusen selbst sehen. Trotz guter ökologischer Bedingungen sind kaum mehr Fische in den Gewässern zu finden. „Die Qualität der Gewässer hat in den vergangenen 50 Jahren deutlich zugenommen, dagegen ist die Quantität der Fische und Fischarten extrem gesunken, sagte Würtenberger gegenüber der Presse. Die größten Verluste gingen nachweislich auf das Konto des Kormorans, der 500 Gramm Fisch pro Tag verspeise, so Würtenberger. Die Zahl der Kormorane sei in den vergangenen 15 Jahren exponentiell gewachsen, ergänzte Dieter Blaeß, Leiter der Abteilung Landwirtschaft im Regierungspräsidium Freiburg.
Auch im Fischzuchtbetrieb gibt es große Probleme mit dem Kormoran. Trotz der Sondererlaubnis zum Abschuss des Kormorans in dem als FFH-Gebiet ausgewiesenen Gelände der Fischzucht gibt es immer noch große Mengen Fisch, die von den Kormoranen gefressen oder beschädigt werden. Würtenberger kündigte Abhilfe durch die neue Kormoranverordnung des Landes an, die auf den Weg gebracht sei. Nur durch ein flächendeckendes Management könne man das ökologische Gleichgewicht an den Gewässern wieder herstellen. Bald werde es hauptamtliche Kormoranmanager geben.
Im Boot durch die Rheinaue (sitzend mit Sonnenbrille: Regierungspräsident Würtenberger, stehend: Fischzüchter Riegger)
Besichtigung von Reusen beim Tag der Fischerei
Hechtlaich im Bruthaus der Fischzucht (links: Regierungspräsident Würtenberger, rechts: Fischzüchter Riegger)